Ein Muster mit langer Geschichte
Das Fischgrätmuster reicht bis ins antike Rom, wo Baumeister es für Straßen und Mosaikböden nutzten – es sorgte für hohe Stabilität. Ab dem 16. und 17. Jahrhundert wurde es in Frankreich als Holzboden in Schlössern eingesetzt, etwa in Versailles, später auch in Sanssouci und Schloss Charlottenburg. Um 1880 bis 1920 wurde Parkett preiswerter und zog in die Wohnhäuser des gehobenen Bürgertums ein – Berlin gilt bis heute als Hauptstadt des Fischgrätparketts.
Man unterscheidet zwischen deutschem und französischem Fischgrät (Chevron). Heute verbindet es klassische Eleganz mit zeitgemäßen Formaten und ist beliebter denn je.

Fischgrät oder Schiffsboden?
Beim Material gibt es kaum Unterschiede – beim Verlegen schon. Fischgrät verlangt mehr Können und Zeit.
Fischgrät
Schiffsboden
Von klassisch bis modern
Eiche ist die klassische Wahl – hart genug und mit schöner Maserung. Auch Esche und Nussbaum eignen sich. Schmale Stäbe wirken historisch, breite Formate und unbehandelte Oberflächen modern und minimalistisch.

Alternative Verlegungsarten
Bei Verlegemustern sind keine Grenzen gesetzt: Schiffsboden, Fischgrät, Chevron, Flechtmuster, Leiterboden, Englischer oder Altdeutscher Verband und Würfelboden. Tafelparkett gibt es in rund 100 Mustern, etwa Versailler, Sternkassette, Rondell oder Diamantmuster. Durch die Verlegeart wirken Räume größer, breiter oder länglicher.


